Mathias Wiards und TOP B3rlin

Ist die Krise einmal da, erlebt kapitalistische Wirtschaftspolitik ihre Sternstunden. Hier kann sie medienwirksam nachweisen, dass sie etwas taugt. Und tatsächlich hat der Kapitalismus im Laufe seiner Geschichte einiges an politischen Instrumenten entwickelt, die die Kapitalverwertung ankurbeln helfen, wenn mal wieder in großem Stil Reichtum krisenhaft vernichtet worden ist. Anhand der Diskussion um die Folgen der Finanzkrise (und an ein paar weiteren Krisenbeispielen) soll der Workshop dreierlei zeigen:

  • dass kapitalistische Krisenbewältigung in gewissen Grenzen funktioniert – und dass das je nach Ausgangslage für neoliberale Programme genauso gilt wie für die in der Linken meist überschätzten keynesianistischen;
  • dass diese Programme umgekehrt allerdings nicht dazu taugen, die nächste Krise zu verhindern;
  • dass man aber nicht glauben sollte, dass diese Unfähigkeit uns das Ende des Kapitalismus bringt.